Groß Glienicke klopft Stein II

2019 Begegnungsort Waldsiedlung:

Auf einem Platz in der Waldsiedlung, zwischen Gemeinschaftsunterkunft, Landesumweltamt und dem Atelierhaus Panzerhalle (Ecke Groß Glienicker Heide und Leo-Bauer-Straße) haben Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, deren direkte Nachbarn und Groß Glienicker Bürger im Jahr 2018 damit begonnen, gemeinschaftlich aus fünf großen, leicht zu bearbeitenden Kalkstein-Findlingen Sitzsteine für die Waldsiedlung zu erschaffen.  Mit großer Freude konnte beobachtet werden, dass diese Aktionen von Passanten mit Neugierde beobachtet wurden, oft Gespräche und Zustimmungen folgten, oder – im besten Fall – Interessierte sogar spontan mitmachten. Diese unerwartete und sehr positive Resonanz erweist sich für dieses Projekt, hinsichtlich Gruppenarbeit und Integration von Geflüchteten, als ein wahrer Vorteil.

Mit der fortgesetzten Präsenz der Steinklopfer*innen, soll der Schwerpunkt des Projektes im Jahr 2019 noch weiter ausgebaut werden und dadurch insbesondere den Bewohner*innen der Unterkunft ein niederschwelliges Angebot zur Kommunikation, Kontaktaufnahme und Beteiligung bieten. Diese Sitzsteine sollen für diesen Ort gemeinschaftlich fertiggestellt werden, um diesen Platz der Begegnung zu etablieren. Gemeinsam werden die an diesem Projekt beteiligten Groß Glienicker*innen mit den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft am Stein arbeiten. Dadurch findet eine Durchmischung von neuen und alten Nachbarn statt, die voraussichtlich auch über die Arbeitsphase hinausgehen und diesen Platz in der Waldsiedlung zu einem Ort nachbarschaftlicher Begegnung machen wird, an dem auch die wöchentlichen Brunchs der Gemeinschaftsunterkunft abgehalten werden können.

Alle, die Lust haben, können mitmachen!

Arbeitsphase: abhängig vom Wetter – ab März bis Juli/August 2019 an regelmäßigen, festen Terminen.

Die Termine werden zeitnah auf dieser Webseite bekanntgegeben.

 

2018: Gemeinschaftsskulptur Sitzsteine

Konzept:

Auf einem Platz in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft Groß Glienicke / Waldsiedlung möchten Bewohner, Nachbarn und Groß Glienicker gemeinschaftlich Sitzmöbel aus leicht zu bearbeiteten Kalkstein-Findlingen erschaffen. Das könnte diesen Platz zu einem nachbarschaftlichen Treffpunkt machen.

Alle, die Lust haben, können mitmachen!

Ein erfolgreiches Vorgängerprojekt gab es schon in Groß Glienicke. Die daran beteiligten Groß Glienicker*innen nahmen die Idee begeistert auf und kommen gerne in die GU, um dort gemeinsam mit den Bewohnern am Stein zu arbeiten. So wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine Durchmischung von neuen und alten Nachbarn stattfinden, die auch über die Arbeitsphase hinausgeht.

Den Prozess der gemeinsamen Ideenentwicklung, Planung und Umsetzung wird die Bildhauerin Birgit Cauer an regelmäßigen, wöchentlichen Terminen anstoßen und begleiten.

Für die individuelle Weiterarbeit werden die benötigten Werkzeuge in der GU deponiert und stehen den Beteiligten tagsüber zur Verfügung.

Birgit Cauer hat viel Erfahrung mit der Arbeit in Gruppen, Vermittlung der Steinbildhauerei und offenen, partizipativen Prozessen. Siehe auch www.bcauer.de/workshops , www.erntekanal.tumblr.com, www.planspiel-huette.tumblr.com und www.grossglienickeklopftstein.wordpress.com

 

Ablauf:

Organisationsphase Ende April: Baugenehmigung für Vorgarten Unterkunft, Material, Werkzeuge, Transport, Einrichtung Arbeitsplatz

Gemeinsame Planungsphase ab April: Wo, wie, was? Wofür, für wen?

Arbeitsphase Mai bis September/Oktober: regelmäßige feste Termine, Einführung Technik und individuelle Weiterarbeit,

Einweihung: Ende September/Oktober 2018

 

Zielgruppe:

3 – 20 Groß Glienicker und Gäste im Alter von 14-84 Jahren: Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Waldsiedlung, Bewohner des Neubaugebietes, Alteingesessene Groß Glienicker*innen, Männer und Frauen, Jugendliche, Senioren, Schüler und alle daran Interessierten.

 

Projektziele:

Einbindung neuer Personenkreise an die Gemeinschaftsunterkunft, ortsbezogene Thematik:

Zusammenbringen der unterschiedlichsten Anwohnergruppen in der Waldsiedlung: Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, Bewohner des Neubaugebietes, Alteingesessene Groß Glienicker*innen, Jung und Alt.

Die Gestaltung des eigenen Lebensraumes schafft Bindung an den Ort durch das gemeinsame Schaffen von etwas Dauerhaftem, das gemeinsam benutzt werden kann. Die Sitzmöbel könnten zu einem halböffentlichen Treffpunkt im Eingangsbereich der Gemeinschaftsunterkunft werden.

Die sehr heterogene Zielgruppe lernt am Stein ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren und eine sichtbare Form dafür zu entwickeln. Gleichzeitig muss man sich mit den anderen und ihren Vorstellungen am Stein arrangieren, sich auf sie beziehen und zu einem Gemeinschaftswerk zusammenfügen. Das heißt es werden mit künstlerischen Mitteln grundlegende demokratische Prozesse eingeleitet und erlebt.

Schon bei der Entstehung könnte das Projekt einen integrativen und kommunikativen Charakter haben, da das Bearbeiten des Steins gehört und gesehen wird und so bereits Anlass zu Kommunikation geben kann.

 

Begründung für dieses Projekt:

Bislang gibt es weder für die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft noch für die Nachbarn einen Ort, wo man sich niederschwellig begegnen könnte. Der Platz vor dem Eingang der GU bietet sich gerade dazu an, etwas gemeinschaftlich zu gestalten und ihm damit eine besondere Aufenthaltsqualität zu geben. Allein, dass dort schon etwas für alle sichtbar passiert, bietet Gelegenheit für alle, zu schauen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das gemeinsame Arbeiten verbindet in besonderer Weise und so könnten auch über die Arbeitsphase hinaus Beziehungen entstehen.

 


Dies ist ein Projekt von Neues Atelierhaus Panzerhalle e.V., gefördert von der Landeshauptstadt Potsdam und mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Brandenburg. In Kooperation mit Neopanterra e.V., dem Ortsbeirat Groß Glienicke und dem Kommunalen Immobilien Service der Stadt Potsdam (K.I.S.)

Herzlichen Dank an unsere Förderer!img_5244

 

 

 

 

 

 

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